Berater Markus Züger

Ist das, was ich tue, nachhaltig?

Bewirkt unser Handeln etwas über den Tag hinaus? Wie finde ich heraus, was für Nachhaltigkeit sorgt? Es ist hilfreich, vom Ende her zu denken, sagt Unternehmensberater Markus Züger und zeigt auf, was ihm persönlich wichtig geworden ist.

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Mann sitzt auf der Bank und blickt aufs Meer hinaus.
Wenn ich in fortgeschrittenem Alter auf einer schönen Bank irgendwo an einem Weg in den Bergen sitze und auf mein Leben zurückschaue, werde ich spüren und erkennen, wie nachhaltig mein Leben war. Ich werde dann vermutlich kaum sagen, ich hätte mehr tun sollen. Meine Erkenntnis dürfte eher so aussehen: Ich war oft zu aktiv, tanzte auf zu vielen Hochzeiten und war getrieben von dem, was ich und andere von mir erwarteten. Ich habe zu wenig einfach nur das getan, was Gott für mich vorbereitet hatte und ich habe zu wenig Zeit mit meinem Schöpfer und den mir nahestehenden Menschen verbracht.  

Lebensberufung entdecken

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Markus Züger
Wenn unser Handeln wirklich nachhaltig sein soll, muss es aus der Tiefe der Beziehung zu Gott motiviert sein, aus dem Gebet und der Stille herauskommen. In der Gegenwart Gottes werden die wirklich wertvollen und fruchtbringenden Dinge geboren. Im Gebet erkennen wir, was wir lassen können und wo unser Einsatz wirklich gefragt ist. Wir entdecken dabei unsere Lebensberufung immer besser.

Der Blick auf unseren Schöpfer verleiht uns Kraft und schärft unseren Fokus für das Wesentliche. Die Gottesbeziehung verändert und prägt unser Denken. Das drückt sich in dem aus, was und wie wir etwas tun. Wir erfahren Tiefgang und Kraft. Gott wirkt in uns und durch uns. Mir wird immer klarer, wie wichtig diese Zeiten mit Gott sind.

Denken wir vom Ende her, dann erkennen wir, was im Leben wesentlich und entscheidend ist. Es sind dann immer weniger die menschlichen Grundängste, die uns antreiben. «Ich will nicht mehr verurteilt werden, ich will nicht ungeliebt sein, ich will mich nicht unterordnen.» Auch unser Bedürfnis, ständig bestätigt zu werden, Dinge zu verstehen oder mit allem im Einklang zu sein, wird die Bedeutung verlieren. Wir gewinnen innere Freiheit.

Darin möchte ich wachsen

Das Wesentliche kommt aus der Tiefe des Herzens. Im Gebet, in den Zeiten der Stille, im Bewusstsein der Gegenwart Gottes werden die Konturen dessen, was wirklich nachhaltig ist, klarer. Darin möchte ich wachsen. Ich will immer deutlicher erkennen, was Gott in mein Leben hineinlegen will. Wo er Raum einnehmen kann, dort wird mein Denken und Handeln nachhaltiger werden.

Markus Züger ist Unternehmensberater und Coach. Er leitet die C-Leaders und die School of Leadership.

Zum Thema:
Leben als Christ: Mythos Berufung – 3 Fehler, die Sie vermeiden sollten
Lebenssinn finden: «Das Leben bejahen und gestalten»
Erfülltes Leben: Sinn sehen und finden – 6 Tipps

Datum: 10.07.2017
Autor: Markus Züger
Quelle: ideaSpektrum / Berner Oberländer

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